Ring-Glossar

bombiert:

sagt man dazu, wenn die Innenseite der Ringschiene leicht abgerundet ist. Somit ist der Ring nur in der Mitte der Ringschiene so eng, wie es sein Maß angibt, und gegen die Randbereiche zu etwas weiter. In der Regel ist ein bombierter Ring bequemer zu tragen, weil er sich selbst am Finger die engste Stelle sucht, und kann ein bis zwei Nummern enger gewählt werden.


Graugold:

ist die treffendere Bezeichnung für Weissgold, dem überwiegend durch Palladium die gelbe Farbe entzogen wurde. Synonym: "Palladium-Weissgold". Wie der Name sagt, ist es dunkler, als Gold, das durch andere Zulegierungen entfärbt wurde, wie z.B. Nickel-Weissgold.


Ruthenieren:

ist eine sehr probate Methode, um im Schmuckdesign beim Metall die Farbe "Schwarz" ins Spiel zu bringen.
Dabei wird das zugrundeliegende Metall üblicherweise mit einer sehr dünnen Schicht (0,002 mm) dieses Edelmetalls aus der Platin-Gruppe überzogen. Aufgrund der hohen Widerstandsfähigkeit des Rutheniums ist diese Oberflächenbehandlung sehr haltbar. (Zum Vergleich: Um eine Vergoldung als "gut" zu bezeichnen, sollte sie mindestens 0,02 mm stark sein.)
Ästhetisch reizvoll ist das Ruthenieren, wenn ein farblich kontrastierendes Metall, z. B. Gold, als Träger benutzt wird. Wenn sich nach langem Tragen die Oberfläche dann doch abnutzt, muss man nicht zwangsläufig nach-ruthenieren, sondern kann auch das darunter liegende Metall zum Vorschein kommen lassen, so dass der Effekt einer entsprechenden Patina entsteht.


verbödet:

heißt "nicht massiv". Wird ein Ring mit einem größeren Ringkopf, meist ein Siegelring, materialsparend aus dünnem Blech hergestellt, so arbeitet man bei besseren Qualitäten auf der Innenseite noch ein Blech ein, damit er sich bequemer trägt und der Hohlraum nicht sogleich auffällt.


 

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